Warum die richtige Ernährung bei MS so wichtig ist
Bei Multipler Sklerose (MS) spielt nicht nur die medizinische Behandlung eine zentrale Rolle – auch die Ernährung hat einen erheblichen Einfluss auf das körperliche und seelische Wohlbefinden. Eine bewusste, entzündungshemmende Ernährungsweise kann helfen, Krankheitsschübe abzumildern, Symptome wie Fatigue, Konzentrationsstörungen oder Verdauungsprobleme zu lindern und das Immunsystem besser zu regulieren.
Die richtige Ernährung unterstützt nicht nur die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen, sondern wirkt auch auf tieferer Ebene – sie kann Entzündungsprozesse im Körper beeinflussen, die Darmgesundheit fördern und den Energiehaushalt stabilisieren. Wer sich gut ernährt, fühlt sich oft belastbarer, beweglicher und mental klarer.
Genauso wichtig wie die Auswahl der Lebensmittel ist aber auch das „Wann“ und „Wie oft“ wir essen. Regelmäßige Pausen zwischen den Mahlzeiten – sogenannte Essensfenster – geben dem Körper die Chance, sich zu regenerieren, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren und entzündliche Prozesse besser zu kontrollieren. Dauerhaftes Snacken oder ununterbrochenes Essen kann den Stoffwechsel belasten und das Immunsystem zusätzlich stressen – ein Nachteil bei MS, wo ohnehin eine chronische Entzündung im Hintergrund aktiv ist.
Deshalb gilt: Eine bewusste Ernährung in Kombination mit ausreichend langen Essenspausen ist weit mehr als nur eine gesunde Gewohnheit – sie ist ein wichtiger Teil der Selbstfürsorge und kann einen echten Unterschied im Alltag mit MS machen.

🥗 10 gesunde Lebensmittel für den Einstieg in eine entzündungshemmende Ernährung
Schnell, nährstoffreich und ohne Kochen oder aufwendige Zubereitung
Diese Lebensmittel liefern wichtige Vitamine, Mineralstoffe, gesunde Fette und unterstützen den Körper dabei, Entzündungen zu regulieren – ganz ohne aufwendige Rezepte:
✅ 1. Avocado
Reich an gesunden Fetten, einfach aufschneiden, auslöffeln oder aufs Brot streichen. Ideal für Herz, Gehirn und Zellschutz.
✅ 2. Beeren (frisch oder tiefgekühlt)
Ob Heidelbeeren, Himbeeren oder Erdbeeren – voller Antioxidantien und sekundärer Pflanzenstoffe. Direkt verzehrfertig.
✅ 3. Blattspinat
Frisch oder kurz blanchiert – liefert Eisen, Folsäure und Chlorophyll. Perfekt für Salate, Smoothies oder als Beilage.
✅ 4. Nüsse (z. B. Walnüsse, Mandeln)
Eine kleine Handvoll pro Tag versorgt dich mit Omega-3-Fettsäuren, Magnesium und Eiweiß. Roh essen – kein Rösten nötig.
✅ 5. Haferflocken (z. B. als Overnight Oats)
Ballaststoffreich, gut für Darm und Energie. Mit pflanzlicher Milch einweichen, mit Obst oder Nüssen ergänzen – fertig.
✅ 6. Linsen (vorgekocht aus dem Glas oder Beutel)
Eiweißreich, sättigend und entzündungshemmend. Direkt in Salate, Bowls oder als Beilage geben.
✅ 7. Naturjoghurt oder pflanzlicher Joghurt (ungesüßt)
Fördert eine gesunde Darmflora. Mit Obst, Nüssen oder Leinöl verfeinern – einfach und gesund.
✅ 8. Tomaten
Roh oder leicht erwärmt – Lycopin wirkt antioxidativ. Ideal als Snack oder im Salat.
✅ 9. Gurke
Frisch, wasserreich und basisch – ideal als schneller Snack oder in Scheiben im Wasser für mehr Frische.
✅ 10. Leinöl oder Olivenöl (kaltgepresst)
Wertvolle Omega-3- und -9-Fettsäuren. Ein Löffel täglich im Salat, Joghurt oder über Gemüse – entzündungshemmend und förderlich fürs Nervensystem.

🌱 Vegane Lebensmittel mit Vitamin D
1. UV-exponierte Pilze
- 🍄 Champignons, Maitake, Shiitake
- Enthalten Vitamin D2, vor allem wenn sie Sonnenlicht oder UV-Licht ausgesetzt waren.
- Tipp: Lege frische Pilze für ein paar Stunden in die Sonne – das erhöht den Vitamin-D-Gehalt deutlich.
2. Angereicherte pflanzliche Produkte
Diese Produkte enthalten künstlich zugesetztes Vitamin D (meist D2 oder veganes D3 aus Flechten):
- 🥛 Pflanzliche Milchsorten (Hafer-, Soja-, Mandel-, Reis-)
- 🧈 Vegane Margarine
- 🥣 Frühstückscerealien / Müsli
- 🍊 Orangensaft (manchmal angereichert – Packung prüfen!)
- 🧀 Vegane Käsealternativen (selten, aber teils mit D3 angereichert)
3. Veganes Vitamin-D3 aus Flechten (als Supplement)
- Sehr empfehlenswert, wenn wenig Sonnenlicht verfügbar ist (z. B. im Winter oder bei dunkler Haut, wenig Aufenthalt draußen).
- Achte auf den Zusatz „aus Flechten gewonnenes D3“ – das ist rein pflanzlich und wird gut vom Körper aufgenommen.
☀️ Bonus: Sonnenlicht
Im Winter (besonders nördlich der Alpen) reicht das oft nicht – dann sind angereicherte Lebensmittel oder Supplemente sinnvoll.
15–30 Minuten täglich mit freier Haut im Sonnenlicht (je nach Hauttyp und Standort) helfen deinem Körper, Vitamin D3 selbst zu bilden.

Basische Ernährung bei Multipler Sklerose: Unterstützung für Körper und Wohlbefinden
Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Nervensystems, bei der das Immunsystem die schützende Myelinschicht der Nervenfasern angreift. Während es keine spezielle MS-Diät gibt, berichten viele Betroffene von positiven Effekten einer basenreichen Ernährung.
Warum basische Ernährung?
Unsere moderne Ernährung enthält oft viele säurebildende Lebensmittel wie Fleisch, Zucker und industriell verarbeitete Produkte. Diese können den Säure-Basen-Haushalt des Körpers belasten und Entzündungsprozesse begünstigen. Eine basische Ernährung setzt dagegen auf natürliche, pflanzliche Lebensmittel, die den Körper entlasten und zur allgemeinen Gesundheit beitragen.
Die Vorteile für MS-Betroffene
Eine basische Ernährung kann:
✅ Entzündungen reduzieren: Basenreiche Lebensmittel enthalten viele Antioxidantien und entzündungshemmende Stoffe.
✅ Den Darm stärken: Eine gesunde Darmflora unterstützt das Immunsystem und kann Autoimmunprozesse positiv beeinflussen.
✅ Energie liefern: Vitalstoffreiche Nahrung versorgt den Körper mit wichtigen Nährstoffen für Muskeln und Nerven.
✅ Die Nerven schützen: Magnesium, B-Vitamine und Omega-3-Fettsäuren, die oft in basischen Lebensmitteln vorkommen, sind essenziell für die Nervenfunktion.
Welche Lebensmittel sind basisch?
Basenbildend:
✔️ Gemüse (besonders Blattgemüse, Brokkoli, Gurken, Zucchini)
✔️ Obst (Bananen, Beeren, Äpfel, Birnen)
✔️ Kartoffeln und Süßkartoffeln
✔️ Nüsse (Mandeln, Walnüsse)
✔️ Samen (Chiasamen, Leinsamen)
✔️ Kräuter und Gewürze (Petersilie, Kurkuma, Ingwer)
✔️ Pflanzliche Öle (Olivenöl, Leinöl)
✔️ Viel Wasser und Kräutertees
Die richtige Ernährung…
Eine entzündungshemmende und antioxidative Ernährung kann helfen, Nervenzellen zu schützen:
Polyphenole aus grünem Tee, Kurkuma, Ingwer und dunkler Schokolade
Viel Gemüse & Obst (insbesondere Beeren, grünes Blattgemüse, Brokkoli)
Omega-3-Fettsäuren aus fettem Fisch, Leinsamen oder Walnüssen
Vitamin D (durch Sonne oder Nahrungsergänzung)

☕ Die besten Tees bei MS – je nach Wirkung
🍃 1. Grüner Tee
- Wirkung: entzündungshemmend, antioxidativ, neuroprotektiv
- Warum gut bei MS: Enthält Catechine, die Nervenzellen schützen können. Kann auch Müdigkeit leicht mindern.
- Tipp: Nicht zu spät trinken – enthält Koffein.
🌼 2. Kamillentee
- Wirkung: beruhigend, krampflösend, entzündungshemmend
- Warum gut bei MS: Hilft bei Verdauungsbeschwerden, Blasenproblemen und innerer Unruhe.
🌿 3. Ingwertee
- Wirkung: stark entzündungshemmend, verdauungsfördernd, durchblutungsanregend
- Warum gut bei MS: Unterstützt das Immunsystem und hilft gegen Kältegefühl und Übelkeit.
- Tipp: Frischen Ingwer aufgießen, nicht zu scharf dosieren.
🌱 4. Kurkumatee (Goldene Milch als Tee-Variante)
- Wirkung: antioxidativ, stark entzündungshemmend
- Warum gut bei MS: Curcumin kann Entzündungen im Nervensystem positiv beeinflussen.
- Tipp: Immer mit etwas schwarzem Pfeffer und Fett (z. B. Mandelmilch), damit der Körper es besser aufnimmt.
🌸 5. Melissentee (Zitronenmelisse)
- Wirkung: beruhigend, angstlösend, schlaffördernd
- Warum gut bei MS: Hilft bei innerer Unruhe, Schlafstörungen und Nervosität.
🌾 6. Brennnesseltee
- Wirkung: entzündungshemmend, harntreibend, stoffwechselanregend
- Warum gut bei MS: Kann bei Entgiftung und Blasenproblemen unterstützen – aber nicht dauerhaft trinken.
🍵 7. Matcha-Tee
- Wirkung: energiefördernd, antioxidativ
- Warum gut bei MS: Gibt sanften, stabilen Energie-Boost ohne den Koffein-Crash wie bei Kaffee.
- Tipp: Ideal bei leichter Fatigue – aber sparsam verwenden.
❗ Wichtig:
Bei Medikamenteneinnahme oder Nierenerkrankungen vor regelmäßiger Teeanwendung Rücksprache mit Arzt oder Ärztin halten
Hochwertige Bio-Tees bevorzugen
Auf koffeinhaltige Sorten wie Schwarztee nur in Maßen zurückgreifen
